Judenplatz 8 / 3. Stock / Top 8, A-1010 Wien   
Tel. +43(1)535 04 31-500   
E-Mail: office@jewish-welcome.at   
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      Aufgaben & Tätigkeit      
 
    Gegründet wurde der Jewish Welcome Service Ende 1980 auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Leopold Gratz und Stadtrats Heinz Nittel gemeinsam mit Leon Zelman der selbst Shoah-Überlebender war. Ziel war es, die Präsenz einer aktiven und selbstbewussten jüdischen Gemeinde nach der Shoah zu dokumentieren. Die Ausgangslage war denkbar schlecht: 130.000 Jüdinnen und Juden waren vertrieben, mehr als 65.000 wurden in den Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet. Nach dem Kriegsende bestand die einst blühende Wiener Jüdische Gemeinde nur mehr aus einigen hundert Mitgliedern.

Die heutige Gemeinde wurde vor allem von "Displaced Persons" gegründet, denn sehr wenige der Wiener Jüdinnen und Juden konnten oder wollten sich zu einer Rückkehr entschließen, auch war das Interesse von offizieller Seite an ihrer Rückkehr sehr gering.

So begann der Jewish Welcome Service zunächst kleinere Gruppen von Vertriebenen zu einem Wien-Besuch einzuladen. Seit 1989 finden diese Besuchsreisen regelmäßig statt. Im Rahmen des Programms "Welcome to Vienna" gelang es bis jetzt, Tausende 1938 vertriebene Wienerinnen und Wiener einzuladen.

Die Aufgaben des Jewish Welcome Service auf einen Blick:
  • Durchführung des Einladungsprogramms für vertriebene ÖsterreicherInnen unter Einbeziehung der zweiten und dritten Generation der Shoah - Überlebenden,
  • Durchführung zahlreicher Projekte im Schul- und Erwachsenenbildungsbereich, die sich mit jüdischer Geschichte bzw. österreichischer Zeitgeschichte auseinandersetzen sowie die Einladung von Zeitzeugen und Vortragenden und deren Betreuung
  • Zusammenarbeit mit WissenschafterInnen und Kulturorganisationen, die sich mit den Themen Vertreibung und Exil beschäftigen.
  • Information über Jüdisches Leben in Wien
  • Informationsarbeit für JournalistInnen aus dem In-und Ausland
  • Hilfestellung bei der Herstellung von Kontakten zu jüdischen Institutionen.
  • Bindeglied zwischen einzelnen Institutionen, v.a. im Restitutionsbereich (IKG,ESRA) aber auch zwischen Stadt Wien und WienTourismus wie Jüdischem Museum.
  • Berichterstattung über Projekte und Initiativen der Stadt Wien bzw. der Republik Österreich.



  Leon Zelman vor Schülern

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